Ich bins, Bruno!

Ich bins, Bruno!

Hallo zusammen,

Nun komm ich endlich mal zum Zuge und darf mich vorstellen.

Wie ja die meisten von euch schon wissen, bin ich Bruno. Hanno und Kerstins zu Hause und Gefährt auf diesem Abenteuer.

Was ihr auch schon wisst ist, das die zwei Pappnasen mich nach dem Kauf erst mal für gut 3 Wochen im Schlamm versenkt haben (okok ich hatte verschwiegen, dass mein Allrad nicht mehr funktioniert) und das es sowas wie Liebe auf den ersten Blick war, als Hanno mich entdeckte.

Ich war nicht ganz billig und schon etwas älter, deswegen musste Hanno zwei Mal zu mir kommen, bevor wir dann unzertrennlich wurden. 

Am 14.12.18 wurde ich dann offiziell Familienmitglied bei den Hobbits und wir alle freuten uns sehr. Eigentlich wollten die Zwei erst an ihrem 2. Hochzeitstag zwei Tage später entscheiden, ob sie den lang gehegten Traum von der Weltreise wahr werden lassen, aber mal ganz ehrlich: seh ich aus als würde ich auf nem Spießercampingplatz im Sauerland stehen!? …dass die Zwei auf große Tour gehen, war doch spätestens bei meinem Kauf klar!

Aber jetzt erstmal zu mir. Bevor ich Bruno wurde war ich in privatem Besitz eines Holländers (der mich bis zum Hals im Lehm versenkt hatte. Die braune Pampe findet man noch immer im gesamten Motorraum), davor hatte ich noch einen weiteren privaten Besitzer und davor war ich Polizeiauto bei der belgischen Polizei! Um genau zu sein, war ich für den Transport von Gefangenen zuständig und besaß Vorrichtungen für Sirene, Tränengasgranaten und Waffenhalter. Davon ist aber mittlerweile nix mehr übrig, das sieht der TÜV nicht so gerne habe ich mir sagen lassen.

Seit meinem letzten Einsatz bei einem Fußballspiel bin ich lieber in friedlicher und gemütlicher Mission unterwegs. 

Zugelassen wurde ich 1992 am 12. Mai. So ganz jung bin ich also auch nicht mehr. Ein ausgewachsenes Riesenbaby! Bis zu meiner Abfahrt in Antwerpen am 11.06.19 hatte Hanno alle Hände voll zu tun. Ich wurde quasi auf links gedreht und finde, dass ich mich echt sehen lassen kann. Das hat er so verdammt gut gemacht mit mir! Ein richtiges zu Hause hat er aus mir gemacht. Kerstin hat nach Feierabend mitangepackt und ihr Papa war sowieso immer mit dabei (immerhin stand ich in seinem Garten) und so wurde mit viel Muskelkraft, Schweiß und auch der ein oder anderen Träne Bruno, der Prachtkerl aus mir. 

Es gibt viele Kosenamen für mich und immer wieder kommen neue dazu:

– Och Brünchen (sagt Kerstin zu mir, wenn ich beim Berg darum bitte einen Gang runter zu schalten)

– Panzerchen (sagt Familie Kolvenbach zu mir)

– Blaues Monster (sagen die Preisses)

– Ein fetter kleiner Mops (nennt mich Franzi liebevoll, die mit ihrer Emma und Fabian die gleiche Reise angetreten ist und uns immer mal wieder auf der Route begegnet)

– Nice Rig (sagen die Kanadier zu mir. Das heißt so viel wie „geile Karre“)

Außerdem kursieren so einige Gerüchte um mich. So bin ich schon Kugelsicher, ein Amphibienfahrzeug und außerdem kann ich übers Wasser fahren (übers Wasser gehen war gestern) und bin das selbstverständlich ganz alleine von Deutschland nach Kanada über den Atlantik.

Ich freu mich euch in den nächsten Monaten mehr über mich erzählen zu können. Zahlen und Fakten, ein paar Dinge zum Ausbau und selbstverständlich eine Pannenstatistik der Reise. 

Bis dahin wünsch ich euch allen genug Luft unter den Achsen!

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