Geschichten von der Straße – Roadsite-Freundschaften

Geschichten von der Straße – Roadsite-Freundschaften

Was verändert sich so im Laufe des Nomadenlebens? – So einiges! Wir sind offener und kontaktfreudiger geworden.
Woran wir das merken? – Daran, dass wir immer mehr Freunde (oder auch Travel-Gangs) finden und auch langfristig mit ihnen in Kontakt bleiben und sie immer mal wieder sehen.

Erst mal klargestellt: Zu Hause, wir vermissen euch! Das was Familie und langjährige Freunde einem geben, können wir hier selbstverständlich nicht finden.

Aaaaber, wir finden Gleichgesinnte mit dem selben Traum, auf dem selben Weg mit der gleichen Wanderlust im Herzen.

Meistens sind gemeinsame Abende feuchtfröhlich (Bier, Bier, Bier! Ab und zu ein Wein und dann auch mal ein Whisky) irgendwo zusammengequetscht in einem der fahrbaren Häuser oder am Lagerfeuer. Fast immer laufen die Abende auf die gleichen Themen hinaus: früheres Leben, die Sache mit Pipi, Kaka und Dusche, tolle Orte, Träume, Ziele, Zukunft, Mechanik und Wehwehchen.

Es ist schön zu wissen, dass wir nicht alleine sind auf unserem Weg nach Süden und es ist auch gut mal aus der sehr intensiven Zweisamkeit raus zu kommen. So passiert es, dass wir Wochenweise im Doppelpack unterwegs sind und auch immer mal wieder spontan aufeinander treffen. Man freut sich darauf die Gang wieder zu sehen und schaut immer mal, wo denn alle so aushängen.

Man hilft sich gegenseitig und es gibt den unausgesprochenen Konsens von Geben und Nehmen. Mal leiht man Werkzeug, dann gibt man einen wertvollen Kontakt weiter, unterstützt sich bei Ersatzteilrecherchen, Versicherungsabschlüssen, teilt Musik und Filme und die heißgeliebten Jiffy-Pop Pfannen. Man gibt Tipps und Tricks weiter und hört regelmäßig nach, obs allen gut geht.

Es sind gute Tage, die wir da zu großen Runden am Lagerfeuer, in der Wüste oder am Strand verbringen und wir hoffen schwer, dass die ein oder andere Freundschaft irgendwann auch auf der anderen Seite des großen Teichs bestehen bleibt.

 

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