Geschichten von der Straße – Heimat

Geschichten von der Straße – Heimat

Unverhofft kommt oft! So sollte vielleicht unser Motto für diese Weltreise heißen, denn mit einem Plan hat das hier schon lange nix mehr zu tun.

Unverhofft kam nun auch 1 Monat Heimaturlaub. Schon längst träumten wir von zu Hause und so nahmen wir die neuen Umstände, dass Bruno in Belize nicht willkommen ist, hin wie sie sind und buchten unsere Flüge nach Hause. Fast auf den Tag genau waren wir 2 Jahre nicht in Deutschland gewesen. Viel zu lang, wie wohl nicht nur wir finden.
Es gab viele, viele gute Gründe für diese spontane Entscheidung: Familie ist wohl der erste und wichtigste! Videotelefonieren und WhatsApp reicht nun manchmal wirklich nicht aus. Mama und Papa gesund und glücklich in Amsterdam am Flughafen in die Arme zu schließen war einfach pures Glück. Mein absoluter Gold-Moment nach den Strapazen und der Anspannung die mit unserer Rückreise verbunden waren.

3 Stunden später (mit Stop an der Käse-Theke bei Edeka) waren wir zu Hause, welches sich direkt auch wieder so anfühlte. Ab diesem Zeitpunkt war unser Terminplan voll und gespickt mit jede Menge Highlights. Im Nachhinein betrachtet war der Monat viel zu kurz. Wir hätten gerne so viel mehr Zeit für jeden einzelnen von euch gehabt und haben auch längst nicht jeden gesehen, den wir gerne gesehen hätten. Bitte verzeiht uns, dass wir nicht alle unter einen Hut bekommen haben, manchmal von Termin zu Termin hetzten und weniger Zeit hatten als gehofft.

Jedes Wiedersehen war besonders und fantastisch. Es ist gut zu wissen, dass sich manchmal einfach nix ändert, auch wenn man zwei Jahre lang weg war. Ihr alle habt uns mit offenen Armen empfangen und uns wurde wieder einmal klar, warum unser Herz trotz all der Reisesucht für die Heimat schlägt.

In dem Monat zu Hause zog es uns zu unseren Lieblingsmenschen: Zu den Eltern, Brüdern, Verwandten und Freunden. Es gab so viele tolle Momente und es ist unmöglich sie alle zu nennen.
– Wir tanzten auf einer Hochzeit, die maßgeblich den Termin für unseren Heimaturlaub vorgab, da wir sie auf gar keinen Fall verpassen wollten
– besuchten die beste Freundin im Norden, bei der ich am liebsten Monate geblieben wäre
– besichtigten neue „zu Hause“ in Aachen und Köln
– lernten neue Herzensmenschen an den Seiten unserer Liebsten kennen
– trafen unsere kleine Pinky endlich wieder
– beobachteten Chico dabei, wie er einige Herzen im Sturm eroberte
– tranken das ein oder andere Feierabendbier unter Freunden und mit den Eltern
– machten Ausflüge mit der Familie
– lernten einige neue Erdbewohner kennen, die das Licht der Welt während unserer Abwesenheit erblickt haben (und einer sogar während wir zu Hause waren)
– feierten Geburtstage und Grillpartys
– schmausten in unseren Lieblingsrestaurants in bester Gesellschaft
– stießen mit dem ein oder anderen Holunderschnaps an
– entdeckten neue Trends wie Limo-Bier und Naturtrübes Radler
– regten uns über das auf, was man so Musik nennt (Capital Bra????)
– und genossen vor allen Dingen die persönlichen, guten und tiefsinnigen Gespräche, die uns so unheimlich fehlen während wir reisen
– und und und…


Dazu wurde am liebsten immer, ausgiebig und viel gegessen. Und zwar all das, was wir vermisst haben in den letzten 2 Jahren (und das war erstaunlich viel): Schnitzelchen mit Oliven-Zitronensoße, Spaghettieis, Sauerbraten mit Knödeln und Rotkohl, richtiger Käse in jeder Form, Back-Camembert, Fritten und Currywurst, Pflaumenklöße, Nudelauflauf von Mama, Crêpes von Papa, Eistorte von Tante Tina, Reisfladen, Lindtschokolade, Döner, Brot, Brötchen, Schokocroissants und Streuselbrötchen, Leberwurst, Quark, Salami, Nusspli…

Der Monat zu Hause war klasse und wir sind mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück nach Mexico geflogen. Der Abschied fiel schwer und ihr habt es uns definitiv nicht leicht gemacht. Ihr könnt uns glauben, dass zu Hause uns nochmal deutlich gezeigt hat, dass die Heimat, Freunde und Familie durch nix auf der Welt ersetzbar sind.


Danke euch allen für „Heimat“ und „zu Hause” sein, dafür, dass ihr uns mit offenen Armen empfangen habt, für die ganze Liebe und jedes Gespräch, jedes Lächeln und Lachen, jede Kleinigkeit (und „Großigkeit“) mit der ihr uns beschenkt habt, jede Umarmung und jedes normale Zusammensein in dieser komischen Zeit der Pandemie. Danke für jeden Gefallen, den ihr uns getan habt, während wir weg waren und auch in dem Monat zu Hause. Ob Auto leihen, Lieblingsessen zaubern, Katzen sitten, beherbergen, Termine umplanen oder einfach helfen, wenn wir vor Problemen standen. Wir vermissen euch und hoffen wir sehen uns alle bald gesund und munter wieder.


Die Einladung steht weiterhin für jeden von Euch! Kommt vorbei und begleitet uns ein Stück auf unserer Reise!

2 Gedanken zu „Geschichten von der Straße – Heimat

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